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Standing Ovations zum Abschied: Björn Schnee dirigiert letztes Konzert der Bläserphilharmonie

Mit einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programm begeisterte die Bläserphilharmonie der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach unter der Leitung von Björn Schnee am vergangenen Donnerstag das Publikum am Entla’s Keller in Erlangen. Im Rahmen der traditionsreichen Konzertreihe „Klassik am Berg“, bei der seit vielen Jahren hochwertige Blas- und Orchestermusik im Mittelpunkt steht, gastierte das Orchester erstmals.
Der Konzertabend begann mit dem temperamentvollen Slawischen Tanz Nr. 8 von Antonín Dvořák. Es folgten ein Medley aus dem Musical Tanz der Vampire sowie Alfred Reeds konzertantes Werk El Camino Real. Den Abschluss des ersten Programmteils bildete mit All In ein populärer Song von den Fäaschtbänklern.
Souverän und kurzweilig führten Lea Weißkopf und Charly Windisch durch das Programm.


Den zweiten Teil nach der Pause leitete zunächst Kellerwirt Friedrich Engelhardt ein. Es gäbe echte Beschwerden aus den hinteren Reihen. Engelhardt: Ich soll euch sagen, ihr sollt dort hinten den Rand halten.“ Und er forderte seine Gäste auf: „Immer dann, wenn gespielt wird, dann trinken wir in aller Stille. Und wenn aufgehört wird zu spielen, dann reden wir was das Zeug herhält.“ Eine nicht ganz einfache Gratwanderung in einem Biergarten, der eben keine Konzerthalle ist. Entsprechend wurde diese Bitte im weiteren Verlauf des Abends noch mehrfach wiederholt.
Mit Last Call von Otto M. Schwarz eröffnete die Bläserphilharmonie den zweiten Konzertteil. Es folgten die Filmmusik aus Fluch der Karibik, der Titel Höhenflieger sowie ein Medley mit Hits der 1980er Jahre, bei dem das Publikum zum Mitsingen aufgefordert wurde.


Kurz vor den Zugaben ließ Charly Windisch dann noch eine kleine Bombe platzen: Der traditionelle Blumenstrauß für Dirigent Björn Schnee wurde nicht nur als Dank für das gelungene Konzert überreicht, sondern auch als Abschiedsgeschenk. Nach mehreren erfolgreichen Jahren verlässt Björn Schnee die Stadtjugendkapelle Herzogenaurach, und dieses Konzert war zugleich sein Abschiedskonzert.
Der Moment wurde für viele sichtlich emotional. Björn Schnee hatte es in den vergangenen Jahren geschafft, das Orchester musikalisch wie menschlich eng zusammenzuführen. Bei zahlreichen Musikerinnen und Musikern waren feuchte Augen zu sehen.
Mit Music von John Miles und An Tagen wie diesen verwandelte die Bläserphilharmonie den bis auf den letzten Platz besetzten Keller endgültig in einen Konzertsaal mit Festivalstimmung. Der Kellerwirt ließ sie aber auch danach nicht gehen: er versprach allen Musikern noch eine Brotzeit, wenn sie noch 3 Zugaben geben würden. Gespielt wurden dann tatsächlich nochmal All In, Verdamm lang her und Major Tom aus dem 1980er Medley, und ein Ausschnitt aus Music. Am Ende hatte man den Eindruck, dass das Orchester am liebsten gar nicht mehr aufgehört hätte zu spielen – als wolle es den gemeinsamen Moment mit seinem Dirigenten für immer hinauszögern.

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Zweiter Raketenauftritt des Startup-Orchesters

Das Startup-Orchester der Stadtjugendkapelle unter der Leitung von Katja Fischer gab auf dem Sommerfest der Musikalischen Früherziehung bereits sein 2. Konzert in diesem Jahr. Auf dem Altstadtfest Herzogenaurach war der Auftritt - vor all den großen Leuten auf dem Herzogenauracher Marktplatz - sicherlich sehr neu und sehr aufregend. Jetzt, auf dem Sommerfest der ganz ganz Kleinen, waren die Musiker und Musikerinnen des Startup-Orchesters plötzlich die Großen. Und so starteten sie mit ihrem Raketenstart mit Stolz und Selbstvertrauen ihr kleines Repertoire. Danke, ihr „großen Kleinen“, so muss der Nachwuchs für unsere großen Orchester sein!



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Sommerfest der Musikalischen Früherziehung begeistert Groß und Klein
Mit einem fröhlichen Sommerfest verabschiedete die Musikalische Früherziehung der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach das Schuljahr. Zahlreiche Eltern, Großeltern und Freunde der jungen Musikerinnen und Musiker waren zum Vereinsheim gekommen. Terrasse und Rasen füllten sich schnell, sodass zusätzliche Bänke, Stühle und Sonnenschirme aufgestellt werden mussten. Für das leibliche Wohl sorgte ein abwechslungsreiches Buffet mit Speisen, die von den Familien mitgebracht wurden, sowie eine große Auswahl an kühlen Getränken.

Den musikalischen Teil gestalteten die Kinder im Alter von zwei bis sieben Jahren unter der Leitung von Claudia Stollenwerk von der Stadtjugendkapelle und Carina Christmann von der Musikschule Herzogenaurach. Die jüngsten Teilnehmer begeisterten das Publikum mit einem Tanz, bei dem bunte Tücher zum Einsatz kamen. Die älteren Kinder präsentierten kleine Musikstücke auf der Blockflöte – sowohl als Solisten als auch in kleinen Ensembles. Für viele war es der erste Auftritt vor größerem Publikum, der mit viel Applaus belohnt wurde.
Die Musikalische Früherziehung wird von der Stadtjugendkapelle in Kooperation mit der Musikschule Herzogenaurach angeboten. Das aufeinander aufbauende Ausbildungskonzept begleitet Kinder von den ersten musikalischen Erfahrungen bis zur musikalischen Grundausbildung. Während die Jüngsten im Alter von zwei bis fünf Jahren spielerisch über Singen, Bewegung und Tanz Rhythmusgefühl und Freude an der Musik entwickeln, lernen Kinder ab sechs Jahren in der Musikalischen Grundausbildung Blockflöte oder sammeln erste Erfahrungen im „Trommelland“. Das Kurssystem ist dabei so aufgebaut, dass auch ein späterer Quereinstieg jederzeit möglich ist.
Wie der weitere Weg aussehen kann, zeigte das Startup-Orchester der Stadtjugendkapelle in der Programmpause. Hier musizieren Kinder, die bereits ein Blasinstrument oder Schlagzeug erlernen und erste Erfahrungen im Orchesterspiel sammeln. Für die Nachwuchsmusiker der Musikalischen Früherziehung waren sie an diesem Nachmittag die „Großen“. Mit sichtbarer Freude und erstaunlicher Souveränität präsentierte das Startup-Orchester sein Können und machte Lust auf den nächsten Schritt in der musikalischen Ausbildung.
Das Sommerfest zeigte einmal mehr, wie eng musikalische Förderung und Gemeinschaft bei der Stadtjugendkapelle miteinander verbunden sind – und wie aus den ersten Schritten mit Rhythmus und Bewegung nach und nach junge Orchestermusiker werden.





