Wer sind die Tuesday Night Groovers?

Ich bin erst seit gut einem Jahr Mitglied der Stadtjugendkapelle und damit auch Teil des HerzoSound-Orchesters – und ich bin sehr froh, diesen Schritt gegangen zu sein.

Im Frühjahr sprach mich Norbert an. Einige Musikerinnen und Musiker aus dem HerzoSound Orchester träfen sich regelmäßig, um „gemeinsam zu grooven“. Gerade sei der Platz an einem Alt-Saxophon frei geworden, und man sei sich einig, dass ich gut in die Gruppe passen würde. Ob ich Lust hätte, mitzumachen?

In einer Bigband zu spielen, war für mich schon immer etwas Besonderes. Die Verantwortung für die eigene Stimme ist deutlich größer als im sinfonischen Blasorchester – jeder Einsatz zählt, jeder Fehler fällt sofort auf. Irgendwann einmal in einer solchen Besetzung mitzuspielen, war für mich mittel- bis langfristig schon ein Traum. Aber jetzt schon? War ich wirklich schon so weit? Ein paar Zweifel kamen auf. Doch vor neuen Herausforderungen bin ich noch nie zurückgeschreckt. Also sagte ich zu. Einen Namen hatte die Gruppe damals übrigens noch nicht, obwohl sie bereits seit einiger Zeit zusammen groovten …

Streng genommen ist die Bezeichnung Bigband für die Tuesday Night Groovers nicht passend. Eine klassische Bigband besteht in der Regel aus rund 18 bis 20 Musikerinnen und Musikern – die herzophonics sind dafür ein gutes Beispiel. Die Tuesday Night Groovers hingegen bestehen aus zwölf Mitgliedern und sind damit eher eine Combo.

Geprobt wird – wie der Name schon vermuten lässt – jeden Dienstagabend. Dort wird nicht nur geübt, sondern vor allem gemeinsam musiziert und „gegroovt“. So entstand schließlich auch der Name Tuesday Night Groovers.

Zur Besetzung gehören Saxophon, Trompete, Tuba und Schlagzeug. Ergänzt wird das Ensemble durch Keyboarder Rupert Tkotz, der als einziges Mitglied nicht aus den Reihen des HerzoSound Orchesters stammt.

Der organisatorische Kopf der TNG (englisch ausgesprochen: „Tie-En-Dschi“) ist Werner Fiedler. Er kümmert sich um alles, was neben der Musik anfällt: Er organisiert Proben und Auftritte, beschafft Noten und hält die Fäden im Hintergrund zusammen. Die musikalische Leitung liegt bei Walter Wachter. Er ist Lehrer und Mentor der Gruppe. Zugleich stammen viele Arrangements der derzeit gespielten Stücke aus seiner Feder, „Cadillac Boogie“ hat er sogar komplett selbst geschrieben.

Mit dem gelungenen Premierenauftritt (siehe Beitrag „Erster Auftritt der Tuesday Night Groovers“) hat die TNG bereits einen vielversprechenden ersten Eindruck hinterlassen. Man darf gespannt sein, wohin die musikalische Reise dieses Ensembles noch führen wird.

(Ralf Bartels)