Niewelt ist neuer Präsident

Stadtjugendkapelle: Sämtliche Posten des Präsidiums besetzt
Insgesamt 42 Auftritte hatte die SJK Herzogenaurach mit ihren verschiedenen Orchestern und Ensembles im vergangenen Schuljahr. Das verlangt dem Verein eine gehörige Menge an Organisation ab. Dafür würden Helfer gebraucht, sagte Wolfgang Niewelt. Damit es niemandem zu viel werde, gebe es kleine Aufgabenpakete, die gut zu bewältigen seien.


Foto: NN – Nadine Fürst

HERZOGENAURACH — Norbert Engelmann, musikalischer Leiter der SJKH, blickt derzeit auf 361 aktive Musiker im Verein. Allein 40 Kinder wurden zuletzt an den örtlichen Schulen durch die Akquisition von Christian Kaltenhäußer gewonnen. Regen Zulaufs erfreut sich auch die musikalische Früherziehung, die derzeit 70 Kinder besuchen. 249 befinden sich in der Instrumentalausbildung. Aufgrund ihrer Größe, stellte Engelmann die Frage, ob die SJK Herzogenaurach noch heute nur ehrenamtlich geführt werden könne. Bei der letzten Jahreshauptversammlung waren mehrere wichtige Positionen im Präsidium der Stadtjugendkapelle unbesetzt geblieben. Die Arbeit lastete auf der dezimierten Führungsmannschaft. Für Notzeiten Aus dieser Not heraus gab es von Norbert Engelmann den Antrag auf eine hauptamtliche Kraft für den 800 Mitglieder fassenden Verein. Dieser wurde zum Grundsatzbeschluss, um sich für „Notzeiten“ abzusichern. Die Mitglieder stimmten in der Versammlung dafür. Aber man hoffe darauf, dass sich genügend Ehrenamtliche für Präsidium und Helferposten im Verein finden würden und man auf diese Maßnahme nicht zurückgreifen müsse. Der Wunsch ging dann unter Wahlleiter Bürgermeister German Hacker prompt in Erfüllung. Für alle Präsidiumsposten fanden sich Mitglieder der Stadtjugendkapelle. Wolfgang Niewelt wurde zum ersten Präsidenten gewählt; neu dazu kamen Tobias Komann (erster Vizepräsident) und Stefan Wolf (zweiter Vizepräsident). Claudia Neuner wurde erste Schatzmeisterin, Renate Bürkl zweite Sch atzm eiste rin. Susan ne Zech blieb als Schriftführerin in ihrem Amt. Zur Zeugwartin wurde Doris Hoffmann bestimmt; neuer Pressewart ist Thomas Büchs. Lisa Daigfuß besetzte den Posten der Jugendwartin. Obwohl die Bilanz für 2017 in den Kassenbüchern des Vereins ein Plus aufwies, verzeichnete man 2016 einen Minusbetrag. Um diesen Schwankungen entgegenzuwirken, wurde der Antrag auf eine Erhöhung des Mitgliederbeitrags von jährlich 30 Euro auf 35 Euro gestellt. Vielen Mitgliedern war diese Maßnahme nach mehr als 15 Jahren ohne Beitragserhöhung aber zu gering. So wurde der Antrag auf eine Erhöhung auf 40 Euro jährlich gestellt. Bei der Mitgliederabstimmung gab es eine knappe Mehrheit dafür.
NADINE FÜRST


Foto: Werner Meschede

Musiker in Aufbruchstimmung

Nach einem Jahr mit einigen Vakanzen ist das Präsidium der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach wieder vollständig. Wolfgang Niewelt steht jetzt an der Spitze der rund 800 Mitglieder und will die Verwaltung des Vereins optimieren
Neuer Präsident - Wolfgang Nievelt
Wolfgang Niewelt hat viele Ideen für die Stadtjugendkapelle. – Foto: Richard Sänger

Herzogenaurach — Ein Führungs und Generationenwechsel wurde beim Präsidium der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach vollzogen und Aufbruchstimmung ging von der Hauptversammlung im Vereinsheim am Freitagabend aus.
Nachdem im Frühjahr 2017 das Präsidium nicht vollständig besetzt werden konnte, musste in diesem Jahr neu gewählt werden. Der bisherige Vizepräsident Wolfgang Niewelt wurde zum Präsidenten gewählt und mit Tobias Komann und Stefan Wolf wurden auch zwei neue Stellvertreter bestimmt. Zudem wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst, der dem Präsidium ermöglicht, bei Bedarf zur Erledigung der laufenden und umfangreichen Verwaltungsaufgaben insbesondere im kaufmännischen Bereich eine vor der Stadt geförderte Halbtagskraft anzustellen. Allerdings sei das Präsidium bemüht, eine solche Stelle zu vermeiden. Beiträge um zehn Euro erhöht Da seit mehr als 15 Jahren die Mitgliedsbeiträge nicht mehr angepasst wurden, setzte das Präsidium eine Erhöhung des Jahresbeitrages um fünf auf 35 Euro auf die Tagesordnung, die nach kurzer Diskussion auch mehrheitlich beschlossen wurde. Ein weitergehender Antrag von Christian Kaltenhäußer lautete dann, den Jahresbeitrag auf 40 Euro festzusetzen. Der Vorschlag wurde diskutiert und dann mit 35 gegen 19 Stimmen sowie sieben Enthaltungen angenommen. Dass eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages angebracht wäre, verdeutlichte auch die bisherige Schatzmeisterin Jutta Reuss. So konnte das Minus von 20 000 Euro im Jahr 2016 im vergangenen Jahr nur durch eine Zuführung vom ideellen Bereich in den Zweckbetrieb ausgeglichen werden. Aufgrund der guten Einnahmen bei Altstadtund Mittelalterfest 2017 habe die Kapelle sogar einen Überschuss verbucht. „Das war nur dank des hervorragenden Wetters möglich, aber wir hatten bei den Festen auch schon schlechtes Wetter“, warb Jutta Reuss für die Beitragserhöhung. Vorausgegangen war die Bilanz eines ereignisreichen Jahres mit über 42 Auftritten der Orchester, Veranstaltungen zur Nachwuchsgewinnung und einer Ausweitung des Ausbildungsangebotes sowie dem Problem, ausreichend Helfer zu finden. Deshalb bedauerte Niewelt etwas, dass sich bei der Mitgliederversammlung nur wenige Mitglieder einfanden, die ein Kind in der Ausbildung haben. Wie Niewelt erläuterte, sei vor allem die musikalische Früherziehung mit derzeit 70 Kindern immer noch der Renner, außerdem wurde die „HerzoPhonicsBigband“ in die Stadtjugendkapelle aufgenommen und eine Percussions-Gruppe gegründet. Um die insgesamt 361 Musiker in den Orchestern sowie der musikalischen Früherziehung und 17 Lehrkräfte zu verwalten und zu betreuen, brauche es viel ehrenamtliches Engagement. Bürgermeister und Wahlleiter German Hacker (SPD) verglich die Stadtjugendkapelle deshalb auch mit einem mittelständischen Unternehmen, unterstützte deshalb den Wunsch nach einer neuen Struktur und warb für den genannten Grundsatzbeschluss. Denn neben Ausund Weiterbildung der Aktiven müssten auch die insgesamt 800 Mitglieder, davon 43 Prozent mit einem Instrument, verwaltet werden. Deshalb stellte der musikalische Leiter Norbert Engelmann auch die Frage, ob die Stadtjugendkapelle in dieser Größe überhaupt noch ehrenamtlich geführt werden könne. Der zur Hauptversammlung eingebrachte Antrag, das Präsidium um Beisitzer zu erweitern, fand allerdings keine Mehrheit. Wie der neu gewählte Präsident und die ehemalige Kassiererin erklärten, werden zu den erweiterten Sitzungen bereits die Vertreter sämtlicher Orchester eingeladen und es finden sich auch immer wieder Mitglieder, die sich bei den unterschiedlichen Vereinstätigkeiten freiwillig engagieren. Etwas zurücklehnen kann sich jetzt der bisherige Vizepräsiden Peter Persin, der sich über 25 Jahre im Präsidium engagierte und seinen Rückzug ankündigte. Ihm und der langjährigen Zeugwartin Ute Maier dankte Niewelt ebenso wie Jutta Reuss, Heike Haßler und dem ehemaligen Präsidenten Werner Meschede mit einem Geschenk. Abschließend appellierte der Präsident an die Mitglieder, sich bei Veranstaltungen und den Festen mehr zu engagieren und Arbeitsstunden abzuleisten. Niewelt möchte Arbeitsgruppen bilden, für die sich jeweils ein verantwortlicher Koordinator bereiterklärt, für einzelne Tätigkeiten im und um das Vereinsheim Verantwortung zu übernehmen. Der nächste musikalische Termin ist am 3. März der Zapfenstreich auf dem Markplatz anlässlich des 150-jährigen Bestehen der freiwilligen Feuerwehr

Dringend gesucht: ein Präsident


Herzogenaurach — Der bisherige Präsident der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach Werner Meschede macht nicht weiter: Bei der Jahreshauptversammlung des Orchesters kandidierte er nicht mehr für den Vorsitz. Auch die Posten einer Zweiten Schatzmeisterin oder Schatzmeister sowie eines Pressewarts konnten nicht besetzt werden. Trotz aller Appelle des Bürgermeisters und Wahlleiters German Hacker blieben die genannten Positionen unbesetzt. Das jetzt verkleinerte Präsidium muss laut Satzung die Tätigkeiten der unbesetzten Posten bis zur nächsten Hauptversammlung mit übernehmen. Der Bürgermeister und die Mitglieder waren sich einig darüber, sollten weitere Gespräche mit Mitgliedern zum Erfolg führen, wird zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen, um das Präsidium zu vervollständigen. Bürgermeister German Hacker verhehlte nicht, dass es zunehmend immer schwieriger werde, ehrenamtliche Vereinsvorstände zu finden. Das hänge zum Teil auch mit dem Wandel der Gesellschaft zusammen, aber auch mit der beruflichen Tätigkeit sowie dem demografischen Wandel. Präsident Werner Meschede und der musikalische Leiter Norbert Engelmann berichtete von erfolgreichen Konzerten – verschwiegen aber auch nicht, dass viel Arbeit hinter den Kulissen stattgefunden habe. 1:0 für die Hausaufgaben Engelmann erklärte, er erhoffe sich weiteren Schwung aus der Kooperation mit der Bläserklasse aus der Carl-Platz-Schule und der Rückkehr zum G9: Denn gerade die Vorbereitung der Konzerte und die dazugehörigen Probentage waren für Gymnasiasten angesichts des Lernstresses ein Problem: „Da müssen die Musiker Prioritäten setzen und dann sind eben auch mal wichtige Proben die Verlierer“, berichtete Engelmann. „Aufgrund der vielfältigen Aufgaben des Vereins sollte man auch vielleicht überlegen, ob eine Halbtagskraft beschäftigt werden könnte“, schlug der Bürgermeister vor und empfahl mit der Ehrenamtskoordinatorin Katja Heil Kontakt aufzunehmen. Das allerdings gebe die Kasse nicht her, bremste Schatzmeisterin Jutta Reuss. Und in der ausführlichen Diskussion wurde eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ebenso angesprochen wie eine Anhebung der Ausbildungsgebühren, worüberin der nächsten Mitgliederversammlung diskutiert werden soll. 758 Mitglieder kamen nicht Leider kamen nur 42 der mehr als 800 Mitglieder zur Jahreshauptversammlung, „da sind immer nur die gleichen Gesichter da, genauso wenn es um die Arbeit bei Veranstaltungen geht“, kommentierte ein Mitglied den Besuch. So glänzten die Eltern der vielen jungen Musikerinnen und Musiker bei der Jahresversammlung durch Abwesenheit, „ich sehe hier überwiegend nur alteingesessene Herzogenauracher und Mitglieder im gesetzten Alter, die keine Kinder mehr in der Ausbildung haben“, klagte ein langjähriges Mitglied. Dabei ist die Stadtjugendkapelle mit ihren sechs Orchestern und der „Herzophonics Bigband“ sehr gut aufgestellt und bietet ein sehr breites Ausbildungsangebot. Das beginnt mit der musikalischen Früherziehung mit derzeit über 80 Kindern, „ein absoluter Renner“, kommentierte Meschede in seinem Bericht das Interesse an der musikalischen Früherziehung. Vorstand kennt viele Ausreden Zu den rund 200 Kindern sowie jungen Musikerinnen und Musikern gehören üblicherweise aber auch Mütter und Väter. „Die Leute bringen die Kinder und holen sie wieder ab und lassen sich sonst nicht sehen“, klagte das Präsidium. „Wir werden auch immer älter und spüren diese Tage in den Knochen“, erklärte Persin, der bei der nächsten Wahl nicht mehr kandidieren will, wenn keine grundlegende Änderung eintritt. Wenn Eltern um Mithilfe gebeten würden, höre die Vereinsführung die wundersamsten Ausreden: „Ich kenne inzwischen alle Urlaubspläne, Familienfeste und Wochenendfahrten der meisten Eltern“, erzählte Werner Meschede. Dabei ist gerade das Altstadtfest, neben dem Mittelalterfest, eine der wichtigsten Einnahmequellen des Vereins, wie Schatzmeisterin Jutta Reuss in ihrem Kassenbericht hervorhob. Dass eine Lösung gefunden werden muss, darüber waren sich die anwesenden Mitglieder einig. So soll das Präsidium bis zur nächsten Jahresversammlung einen Vorschlag unterbreiten, wie die Vereinsführung auf mehrere Schultern verteilt werden könne. Trotz allem kündete Wolfgang Niewelt die Auftritte für 2016 an, so am 7. Mai 2017 um 18 Uhr das große Frühjahrskonzert in der Heirich-Lades-Halle, das im kommenden Jahr in Herzogenaurach stattfinden wird. Besonders wiesen Engelmann und Niewelt auf das Open-Air am 18. Juli hin.

Text: RICHARD SÄNGER

Einladung Jahreshauptversammlung / neue Satzung

Freitag, 8. April 2016 19:00
Ort : Vereinsheim, Eichelmühlgasse

Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Geschäftsbericht des Präsidiums
3. Jahresplanung 2016
4. Bericht des musikalischen Leiters
5. Bericht des Schatzmeisters
6. Bericht der Kassenprüfer
7. Anträge zur Satzungsänderung
8. Entlastung des Präsidiums
9. Aussprache
10. Wünsche und Anträge

Bitte beachten Sie, dass Anträge spätestens eine Woche vor der Jahreshauptversammlung schriftlich eingereicht werden müssen.

Entwurf neue Satzung (PDF)

Jahreshauptversammlung

Auf Kernaufgaben fokussieren

In der Jahreshauptversammlung der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach erfuhren die Mitglieder, dass der Verein finanziell und musikalisch gesund da steht. Viele Kinder in der musikalischen Früherziehung und Bläserklassen bilden eine solide Grundlage zum Bestand der Orchester. Erfolgreiche Konzerte spornen zu neuen Aufgaben an. Das zum Teil erweiterte und neu gewählte Präsidium wird sich auf Kernaufgaben konzentrieren.

Die Vorstandschaft der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach freute sich, dass über 60 Mitglieder und einige Gäste am vergangenen Freitag die Einladung zur Jahreshauptversammlung ins Vereinsheim in die Eichelmühlgasse angenommen haben.

Nach der ordnungsgemäßen Eröffnung gedachte man der verstorbenen Mitglieder.

Präsident Matthias Mühlhäußer präsentierte einen ausführlichen Rückblick über das Vereinsleben der letzten drei Jahre, also seit den letzten Vorstandswahlen. Positiv stellte er fest, dass die Stadtjugendkapelle Herzogenaurach musikalisch und finanziell gesund da stehe. Die Jugendarbeit bleibe die Herausforderung, doch sieht Mühlhäußer die Stadtjugendkapelle dafür sehr gut aufgestellt.

Im Rückblick werden die großen Konzerte wie das Frühjahrs-, das Open Air und das Festliche Konzert genannt. Hervorzuheben ist, dass das Jugendorchester und die Seniorband zunehmend Auftritte leisten und damit die Präsenz der Stadtjugendkapelle in der Öffentlichkeit erhöhen, bzw. das Erste Orchester ein Stück weit entlasten.

Etablierte Mitglieder-Veranstaltungen waren im vergangenen Geschäftsjahr wieder Proben-Wochenenden des Ersten und Zweiten Orchesters, ein Wochenendausflug des Ersten Orchesters zum Monte Kaolino sowie zahlreiche Geburtstagsständchen.

Den vielen fleißigen Händen übers Jahr dankte der Verein mit einem Helferfest, das gern zu einem geselligen Beisammensein genutzt wird.

Auf wieviele langjährige treue Mitglieder sich die Stadtjugendkapelle verlassen darf, zeigte sich daran, dass letztes Jahr 45 Mitglieder geehrt wurden, darunter 13 für 40-jährige Zugehörigkeit. Erfreulich sieht der Präsident auch, dass die Weihnachtsfeier in der jetzigen Form zunehmend Anklang findet. Seine Rückschau zeigte weiterhin auf, dass der Verein kräftig In das Vereinsheim und in den Musikbetrieb investiert hat. Die Restschuld auf das Vereinsheim wurde deutlich reduziert. Die kommenden Herausforderungen will Mühlhäußer durch Vereinfachung und Aufteilung der Aufgaben angehen sowie mit Fokussieren auf die Kernaufgaben, also auf die Nachwuchsgewinnung, auf eine gute musikalische Ausbildung und den Musikbetrieb.

Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung zu verstehen, die alle zwei Jahre stattfindende Bewirtschaftung des Glaßenkellers auf der Sommerkirchweih abzugeben. Aufwand dafür und Nutzen daraus gerieten in den letzten Jahren in ein unwirtschaftliches Verhältnis. Die Einnahmen aus Bierfesten sind stetig gesunken. Über 1.000 Helferstunden sind in einem Jahr erforderlich, um das Altstadt-, das Mittelalterfest sowie die Sommerkerwa zu stemmen. Dafür reichen die verfügbaren Helferstunden nicht aus.

Im Ausblick für 2015 kommt darüber hinaus mit dem 50-jährigen Vereinsjubiläum ein großer Aufwand auf die Stadtjugendkapelle zu. Mühlhäußer stellte dazu den aktuellen Stand der Vorbereitungen vor.

Eine Freude war es ihm, Werner Philipp für 10 Jahre und Peter Persin für 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit zu ehren. Für die zweite Ehrung Peter Persins an diesem Abend, die Ehrennadel des Nordbayerischen Musikbundes für 50 Jahre aktives Musizieren zu verleihen, sprang Dr. German Hacker, Erster Bürgermeister, für Catrin Seel, der Bezirksvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes für Mittelfranken, gerne ein und heftete, wiederum Peter Persin, diese Auszeichnung ans Revers.

Kleinkinder und Bläserklasse punkten.

Norbert Engelmann, musikalischer Leiter der Stadtjugendkapelle, vertiefte Themen der musikalischen Ausbildung, die Matthias Mühlhäußer angeschnitten hatte, mit einer ausführlichen, ansprechenden Präsentation. Einen wichtigen Grundstein zur Nachwuchssicherung legten die Ausbilder der Musikalischen Früherziehung unter Leitung von Annegret Rümmelein und Karin Maier. Rund 60 Kinder sind derzeit in acht Kursen verteilt. Der neue Kurs „TrötFlötPlim“, geleitet von Clemens Vykydal stellt dabei ein zusätzliches Bindeglied zwischen der Früherziehung hin zu den Orchestern dar.

Ziel ist es, eine durchgehende Jugendausbildung zu gewährleisten. Als wichtiges Element, Kinder in der Altersstufe der 5. und 6. Schulklasse zu gewinnen, haben sich die Bläserklassen etabliert. Eine erfolgreiche Kooperation mit der Realschule am Europakanal, Erlangen, wird im Rahmen des kommenden Frühjahrskonzertes zu erleben sein. Stolz berichtete Engelmann, dass 18 aus 24 Schülern in der 7. Klasse weiterspielen und sogar sechs Schüler in das Jugendorchester Herzogenaurach eingetreten sind. Engelmann forciert die Nachwuchswerbung an den Schulen und ist auch in der Realschule und im Gymnasium Herzogenaurach auf Interesse gestoßen. Darüber hat er mit „Musik verbindet“ eine Initiative gestartet, Kinder aus den zahlreichen hier ansässigen Familien internationaler Herkunft für die Musikausbildung in der SJK zu gewinnen.

Auch sein Konzept der musikalischen Erwachsenenbildung findet überregionale Anerkennung. Die 50-köpfige Seniorband gibt schon längst beachtenswerte Auftritte, und die nächste Seniorgruppe hat die Ausbildung aufgenommen.

Gegenüber Engelmanns quirliger Präsentation war der Finanzbericht des 1. Schatzmeisters Jürgen Waßerloos themengemäß eher sachlich gehalten, doch nicht weniger gewichtig. Er stellte die Bilanzen aus den vier Sachbereichen ideeller Bereich, Vermögen, Zweck- sowie Wirtschaftsbetrieb übersichtlich dar und freute sich, unter dem Strich einen Überschuss aufzuweisen. Die Rechnungsprüfung durch Birgit Dellermann und Bernhard Schwab bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung, so dass das Präsidium von der Mitgliederversammlung entlastet wurde.

Im nächsten Tagesordnungspunkt erklärte Matthias Mühlhäußer einige geplante Änderungen der Vereinssatzung, und die Versammlung akzeptierte mit der erforderlichen Mehrheit die Präsidiumspositionen zweier Vizepräsidenten, die neue Stelle eines Jugendwartes sowie eine mit geltendem Finanzrecht konforme Regelung zu einer Ehrenamtspauschale für Vorstandsmitglieder.

Drei Mitglieder des Präsidiums beendeten ihr Amt: Dritter Präsident Werner Philipp, Zweite Schatzmeisterin Ilona Scholz und Erster Schriftführer Werner Meschede. Letzterer wird aber in bewährter Weise weiterhin mit seinen professionell gestalteten Plakatentwürfen und Programmheften die Öffentlichkeitsarbeit stark unterstützen. Mühlhäußer dankte allen mit herzlichen Worten und einem Präsent für die geleistete Arbeit im Verein.

Somit waren denn auch Neuwahlen für das Präsidium notwendig. Dr. German Hacker, Heinz Golüke und Jörg Töpperwien bildeten einen Wahlausschuss und führten die Wahlen korrekt und zügig durch. Die Ergebnisse fielen eindeutig aus: Matthias Mühlhäußer bleibt Präsident, Peter Persin und neu: Rupert Fischer, sind die beiden Vizepräsidenten. Jürgen Waßerloos führt sein Amt als 1. Schatzmeister weiter, und wird künftig von Andreas Kroß als Zweitem Schatzmeister unterstützt. Sabine Kroß wird als Schriftführerin fungieren, während Ute Maier und Wolfgang Niewelt ihre Ämter als Zeugwartin bzw. als Pressewart fortsetzen. Im neu geschaffenen Amt als Jugendwartin wird sich Doris Hoffmann engagieren. Ehrenpräsident Bernhard Schwab wird auch das nächstemal die Rechnungen prüfen, dann aber gemeinsam mit Werner Philipp.

Der alte und neue Präsident Mühlhäußer dankte der Versammlung für den konstruktiven Verlauf und rief alle Mitglieder dazu auf, für das anstehende Frühjahrskonzert am 11. Mai in der Heinrich-Lades-Halle, Erlangen, Besucher zu gewinnen. Das Konzert steht, passend zum internationalen Werbeslogan Engelmanns „Musik verbindet“, unter dem Motto „Musik rund um den Globus“. Karten sind an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie direkt in der Stadtjugendkapelle erhältlich.

« Ältere Einträge