Probenwochenende Jugendorchester 2016

Impressionen vom Probenwochenende des Jugendorchesters in Obersteinbach vom 10. bis 12. Juni 2016.

Juniorbläserwoche


Nordbayrische Nachrichten

Musikalischer Lernschub auf Burg Hoheneck

Herzogenaurach/ Ipsheim – Bei der diesjährigen Juniorbläserwoche über das Pfingstwochenende trafen sich  Kinder und Jugendliche aus 22 mittelfränkischen Musikvereinen auf Burg Hoheneck. Intensive Proben formten ein Orchester, das die Zuhörer in einem fulminanten Abschlusskonzert mitriss.

Der Einladung des Nordbayerischen Musikbundes zur Junior-Bläserwoche auf Burg Hoheneck bei Ipsheim folgten 30 Mädchen und 37 Jungen in der Altersspanne von etwa 10 bis 16 Jahren aus 22 mittelfränkischen Musikvereinen. Andrea Schockel organisierte wieder als stellvertretende Bezirksdirigentin des Nordbayerischen Musikbundes für Mittelfranken dieses Treffen junger Musiker. Wie zuletzt beim Probenwochenende mit ihrem Jugendorchester der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach wandte sie auch hier die bewährte Mixtur aus intensiven Musikproben und entspannenden Spielen an. Nach gemeinsamem Musizieren in den einzelnen Instrumentenregistern und dann wieder im Ensemble sorgte eine abwechslungsreiche pädagogische Betreuung – unterstützt durch Katrin Schmerler und Daniel Berger – für viel Spaß nach der anstrengenden Musikarbeit. Gleich am Freitagabend nach der ersten gemeinsamen Probe kam man sich bei Kennenlernspielen im Burghof näher. An den Tagen darauf standen eine Burgrallye, Lagerfeuer, viele Spiele im Freien auf dem Programm. Auch eine Party durfte nicht fehlen, und die Musiker gestalteten sich ein hellblaues T-Shirt für den abschließenden Auftritt. Andrea Schockel leitete die Gesamtproben und hatte einen professionelle Ausbilderstab engagiert: Veronika Schniske-Falk, die Flöte und Oboe lehrte, Tanja Kühnke lehrte das Klarinettenregister, Andreas Bolleininger dirigierte und bildete die Trompetenspieler aus, während Norbert Henneberger die Saxophone und Hornspieler anleitete und ebenfalls dirigierte. Ingo Kürten ergänzte das Dirigentenquartett und nahm das Tiefe Blech in seine Obhut. Die Schlagzeuger schließlich fanden in Wolfgang Schniske ihren bewährten persönlichen Betreuer.
Bis zu fünf Proben absolvierten die Jungmusiker mit ihren Ausbildern pro Tag. Das Ergebnis konnte sich sehen, noch besser: hören lassen. Sieben Musikstücke gab das neu gebildete Orchester zum Abschied im Rittersaal der Burg zum Besten.
Das Konzert begann schwungvoll mit „Two Scottish Dances“ von Johnnie Vinson. Savannah-Impressionen wurden mit „African Wildlife“ komponiert von Kees Vlak akustisch vielschichtig verdeutlicht, und derzeit beliebte afrikanische Themen setzten sich in einem „African Portrait“ von James Curnow fort. Mitreißend ebenfalls „The Groovemeister“ von Michael Sweeney. „Cool“ finden es die jungen Musiker und Musikerinnen, „Fever“ im Arrangement von John Moss zu spielen. Auch „Thriller“ von Michael Jackson ist ein beliebtes populäres Musikstück. Einen sakralen Abschluss hörte das Publikum mit „Amen“ von Frank Ticchelli, doch gab man sich erst nach „The Loco-Motion“ als Zugabe zufrieden.
Viel Applaus zeigte den Ausbildern und ihrer Leiterin dass das lange Musik-Wochenende allseits gut ankam und den Musikern einen kräftigen Lern- und Motivationsschub gegeben hat. Dieses gelungene Konzept der überregionalen Begegnung soll auch im kommenden Jahr eine Fortsetzung finden.
Die nächste Gelegenheit, zumindest die Herzogenauracher Musiker life zu erleben, bietet das kommende Altstadtfest vom 24.-26. Juni auf Herzogenaurachs Marktplatz.

Junior Bläserwochenende auf Burg Hoheneck


Fränkischer Tag

Musikalische Begegnung auf der Burg

02.06.09 Von: Wolfgang Niewelt
Blasmusiktage Am Pfingstwochenende trafen sich Kinder aus mehreren mittelfränkischen Blasmusikvereinen auf Burg Hoheneck bei Ipsheim. Geleitet wurde der Aufenthalt von der Herzogenauracherin Andrea Schockel.

Durch intensive gemeinsame Proben entstand ein Orchester, das wiederum mit einem fulminanten Abschlusskonzert die Zuhörer mitriss. Die Herzogenauracherin Andrea Schockel, stellvertretende Bezirksdirigentin des Nordbayerischen Musikbundes für Mittelfranken, führte Jungen und Mädchen im Alter von neun bis 16 Jahren aus mehreren mittelfränkischen Musikvereinen zusammen. Sie leitet auch das Schülerorchester der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach.
Um die große Anzahl der jungen Musikerinnen und Musiker optimal zu unterrichten, stand Andrea Schockel ein großer Stab professioneller Ausbilder zur Seite: Tanja Kühnke übernahm das Klarinetten-Register, Evelyn Ebert die Flöten und Oboen.
Andreas Bolleininger probte mit den Saxofon-Spielern und mit den Hornisten. Ernst Berendes nahm die Trompeter unter seine Fittiche, Ingo Kürten betreute das Tiefe Blech, und die Schlagzeuger waren erneut bei Wolfgang Schniske bestens aufgehoben.
Viele Ausbilder übernahmen mehrere Aufgaben. Neben Register- und Orchesterproben gestalteten Tanja Kühnke und Benjamin Markl ein pädagogisches Rahmenprogramm, das bei allen Kindern bestens ankam, wie der Applaus der Kinder für die beiden bewies. Das schöne Wetter erlaubte Außenaktivitäten wie Ballspiele, Drachensteigen oder Lagerfeuer mit Stockbrotbacken. Drinnen wurde ein so genannter Rainmaker als Percussionsinstrument gebastelt. Die klassische Burgrallye durfte nicht fehlen, und zu einem Bunten Abend gab es verschiedenste Beiträge der Kinder: Theater, Tanz, Gesang und Quiz wurden aufgeführt, bevor eine Party stieg.
Spaß bei gemeinsamer musikalischer Arbeit und in gelungenem Kontrast zu Freizeitvergnügen war die Grundlage für eine starke Motivation der Kinder. Einige kannten sich bereits aus den Vorjahren, und neu hinzu gekommene Kinder fanden sich schnell in der Gemeinschaft zurecht, neue Freundschaften entstanden. Aus der bunten Truppe entstand binnen drei Tagen eine harmonische Einheit, sehr zur Freude der Dozenten, die selbst beim Experimentieren mit den Kindern neue Erfahrungen gewannen.
Das neu geformte Orchester überraschte mit größter Spielfreude die erstmals teilnehmenden Verwandten und Musikfreunde, und bestätigte die Eltern, deren Jungmusiker wiederholt teilnahmen, in Ihrer Entscheidung, Ihre Kinder zu dieser Veranstaltung zu schicken. Zu Beginn des Abschlusskonzertes begrüßte Catrin Seel vom Nordbayerischen Musikbund, NBMB, als Vorsitzende des Bezirkes Mittelfranken die Anwesenden und erhielt viel Beifall zu ihrer Ausführung wie intensiv der Musikbund solche Projekte auch finanziell unterstützt. Auch Rainer Endreß als Kreisvorsitzender für Neustadt/ Aisch ließ sich das Konzert nicht entgehen. Der stimmungsvolle Rittersaal der Burg Hoheneck war bis auf den letzten Platz besetzt.
Andreas Bolleininger dirigierte das erste Stück, den sehr rhythmischen „Celtic Dance“ von Douglas Court. Ingo Kürten ließ das Orchester sogleich die Geschichte von „The Monster under the Bed“ aus der Feder von Robert W. Sheldon auf musikalische Weise erzählen und ließ dabei der Fantasie des Publikums freien Lauf. Filmmusiken sind bei den Jungmusikerinnen und –musikern populär, wobei sich mit „Gladiator“ zuerst die älteren Zuhörer in vergangene Kinozeiten zurück versetzen ließen. Ernst Berendes gab eingangs Hintergrundinformationen zu dieser Musik aus „Ben Hur“ und dirigierte die monumentale Musik überzeugend. Er ließ dabei das zahlreich besetzte Tiefe Blech all seine Stärken ausspielen. Einen deutlichem Kontrast dazu verlangte Benjamin Markl von den Musikern mit einem wundervoll swingenden „Friend like me“ aus dem Walt-Disney-Streifen Aladdin. Schließlich war es an Andrea Schockel, die Zugabe des Minikonzertes, den „Baby Elephant Walk“ aus dem Film Hatari, komponiert von Henri Mancini, zu leiten. Für ihre Aufführung und ihre gute Organisation des langen Musik-Wochenendes erhielt sie, wie die anderen Ausbilder, viel Applaus.
Erschöpft, aber glücklich sagten die Kinder: „Nächstes Jahr will ich wieder dabei sein!“ Die nächste Gelegenheit, zumindest die Herzogenauracher Musiker live zu erleben, bietet sich dem Musikfreund am kommenden Altstadtfest auf Herzogenaurachs Marktplatz.

Junior Bläßerwochenende auf Burg Hoheneck

Musikalische Begegnung auf Burg Hoheneck

Text: Wolfgang Niewelt

Zum alljährlichen Junior-Bläserwochenende trafen sich Kinder aus mehreren mittelfränkischen Musikvereinen auf Burg Hoheneck. Neben intensiven Proben schweißte ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm die Jungmusiker zu einer Einheit zusammen, was sie in einem beachtenswerten Abschlusskonzert bewiesen.

Der Einladung des Nordbayerischen Musikbundes zur Junior-Bläserwoche auf Burg Hoheneck bei Ipsheim folgten heuer 68 Kinder. Während Blasmusik-Orchester – wie zum Beispiel die Stadtjugendkapelle Herzogenaurach – an Pfingsten Konzerte gaben, traf sich der musikalische Nachwuchs wie in den vergangenen Jahren zu dieser Jugendfreizeit. Diesmal führte Andrea Schockel die Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren aus mehreren Musikvereinen Mittelfrankens zusammen. So trafen sich Kinder aus Aurachtal, Eckental, Eltersdorf, Herzogenaurach, Nürnberg, Rednitzhembach, Velden und anderen Vereinen.

Andrea Schockel leitet derzeit das Schülerorchester der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach und ist stellvertretende Bezirksdirigentin des Nordbayerischen Musikbundes für Mittelfranken.

Um die große Schar der jungen Musikerinnen und Musiker individuell zu betreuen, hatte Andrea Schockel weitere professionelle Ausbilder engagiert: Alexandra Maier führte das Klarinetten-Register, Stefan Böck die Flöten, Andreas Bolleininger probte mit den Trompetern, Ingo Kürten betreute das Tiefe Blech, Hornisten und Saxofonspieler waren bei Charly Hopp bestens aufgehoben, und Wolfgang Schniske führte das Schlagzeug-Register.

Damit neben den intensiven Musikproben auch das Freizeitvergnügen nicht zu kurz kam, stellten Svenja Britting und Lisa Bauer ein pädagogisches Rahmenprogramm auf die Beine, das bei allen Kindern bestens ankam: So waren im Rahmen einer Würfelrallye Wissens- und Scherzfragen zu beantworten, knifflige Aufgaben zu lösen und Geschicklichkeitsspiele zu bestehen. Wissen Sie beispielsweise, was in der Mitte von Rom steht? Auflösung siehe unten.

Dieser gelungene Mix aus Musizieren und Freizeitvergnügen motivierte alle Kinder zu höchsten Leistungen und bewirkte, dass sich aus der bunt zusammen gewürfelten Gruppe in kürzester Zeit eine harmonische Einheit bildete. Aber auch die Dozenten sammelten beim Üben und Experimentieren mit den Kindern neue Erfahrungen.

Pure Spielfreude war bei einem fulminanten Abschlusskonzert im Rittersaal der Burg Hoheneck zu hören. Hier wurden schließlich die einzelnen Instrumentenregister zu einem Orchester vereinigt. Andrea Schockel hatte die Musikstücke auch unter pädagogischen Gesichtspunkten ausgewählt: Andreas Bolleininger dirigierte zuerst die sehr anspruchsvollen und abwechslungsreichen „Vier Elemente des Lebens“ von Alois Wimmer. Beim „Soul Bossa Nova“ unter Ingo Kürten blieb kaum ein Bein still, und Andrea Schockel ließ das Publikum das James-Bond-Thema erraten. Ihre Zugabe, eine Blasmusik-Version von „Smoke on the Water“ hätte Ritchie Blackmore und seinen Deep Purple sicherlich auch gefallen.

Beim Abschied war sich jedes Kind gewiss: „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei!“
(Auflösung des o.g. Rätsels: das „o“)

Bild 1 (von Dr. Georg Krieger): Abschlusskonzert im Rittersaal auf Burg Hoheneck

Bild 2 (von Ingo Kürten): Nach harten Proben ist Party angesagt.