Ehemaligen in Wolfsberg

„Ehemalige“ der Stadtjugendkapelle folgen den Jugendlichen nach Wolfsberg

Die nach eigener Beschreibung nicht mehr ganz so jungen aber jung gebliebenen Mitglieder der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach musizieren weiterhin als „Ehemalige“ im Verein. Neben der Musik stehen auch Gemeinschaftsunternehmungen auf dem Programm, um die Kameradschaft zwischen den Musikern und Ihren Partnern zu festigen. Eine größere Delegation der Stadtjugendkapelle – überwiegend Jugendliche – war bereits in den Sommerferien zu Besuch in Wolfsberg (wir berichteten). Dem standen die Ehemaligen nicht nach und machten sich ebenfalls für ein paar Tage auf den Weg in die österreichische Partnerstadt. Das lange Wochenende über den 3. Oktober bot sich dafür an.

Nach guter Ankunft verbrachten die Musiker einen gemütlichen Abend mit Vertretern der Stadt Wolfsberg, u.a. mit dem 2. Bürgermeister, Herrn Nickel. Am folgenden Morgen wanderte die Truppe zum Geierkogel. Dem Regen trotzend kam man in höheren Lagen sogar in schneebedeckte Bereiche. Der Hüttenabend auf der Koglerhütte musste wegen starkem Schneeregen abgebrochen werden. Die gute Stimmung litt aber nicht darunter, und man setzte den Abend einfach im beliebten Gasthaus Stoff fort, wo die Reisegruppe auch wieder untergebracht war. Sogleich packten einige Musiker ihre Instrumente aus und spielten auf, während die anderen dazu tanzten.

Tags darauf fuhr man in die südliche Steiermark. Eine Führung im Weinmuseum auf Schloss Gamlitz bildete den idealen Einstieg in das Gamlitzer Weinfest. Der Chef des Weingutes Melcher lud zur Weinverkostung in den Keller des Schlosses ein und gab den Besuchern die entscheidenden Tipps für den anschließenden Besuch des Festes. Man genoss landestypische Spezialitäten und ließ auch diesen Abend bei Akkordeonmusik im Gasthaus Stoff ausklingen.

Die Heimreise am Sonntag schloss mit einem Essen beim Winkler-Bräu in Lengenfeld.
Alle waren sich einig, von diesem Ausflug viele schöne Erlebnisse mit nach Hause zu nehmen.

Info: Die „Ehemaligen“ stehen unter der Leitung von Rainer Wanjelik, der auf gute Blas- und Unterhaltungsmusik wert legt. Die Kapelle tritt unter anderem an der Sommer-Kirchweih und beim Altstadtfest auf und probt regelmäßig neue Stücke ein.

Junior Bläßerwochenende auf Burg Hoheneck

Musikalische Begegnung auf Burg Hoheneck

Text: Wolfgang Niewelt

Zum alljährlichen Junior-Bläserwochenende trafen sich Kinder aus mehreren mittelfränkischen Musikvereinen auf Burg Hoheneck. Neben intensiven Proben schweißte ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm die Jungmusiker zu einer Einheit zusammen, was sie in einem beachtenswerten Abschlusskonzert bewiesen.

Der Einladung des Nordbayerischen Musikbundes zur Junior-Bläserwoche auf Burg Hoheneck bei Ipsheim folgten heuer 68 Kinder. Während Blasmusik-Orchester – wie zum Beispiel die Stadtjugendkapelle Herzogenaurach – an Pfingsten Konzerte gaben, traf sich der musikalische Nachwuchs wie in den vergangenen Jahren zu dieser Jugendfreizeit. Diesmal führte Andrea Schockel die Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren aus mehreren Musikvereinen Mittelfrankens zusammen. So trafen sich Kinder aus Aurachtal, Eckental, Eltersdorf, Herzogenaurach, Nürnberg, Rednitzhembach, Velden und anderen Vereinen.

Andrea Schockel leitet derzeit das Schülerorchester der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach und ist stellvertretende Bezirksdirigentin des Nordbayerischen Musikbundes für Mittelfranken.

Um die große Schar der jungen Musikerinnen und Musiker individuell zu betreuen, hatte Andrea Schockel weitere professionelle Ausbilder engagiert: Alexandra Maier führte das Klarinetten-Register, Stefan Böck die Flöten, Andreas Bolleininger probte mit den Trompetern, Ingo Kürten betreute das Tiefe Blech, Hornisten und Saxofonspieler waren bei Charly Hopp bestens aufgehoben, und Wolfgang Schniske führte das Schlagzeug-Register.

Damit neben den intensiven Musikproben auch das Freizeitvergnügen nicht zu kurz kam, stellten Svenja Britting und Lisa Bauer ein pädagogisches Rahmenprogramm auf die Beine, das bei allen Kindern bestens ankam: So waren im Rahmen einer Würfelrallye Wissens- und Scherzfragen zu beantworten, knifflige Aufgaben zu lösen und Geschicklichkeitsspiele zu bestehen. Wissen Sie beispielsweise, was in der Mitte von Rom steht? Auflösung siehe unten.

Dieser gelungene Mix aus Musizieren und Freizeitvergnügen motivierte alle Kinder zu höchsten Leistungen und bewirkte, dass sich aus der bunt zusammen gewürfelten Gruppe in kürzester Zeit eine harmonische Einheit bildete. Aber auch die Dozenten sammelten beim Üben und Experimentieren mit den Kindern neue Erfahrungen.

Pure Spielfreude war bei einem fulminanten Abschlusskonzert im Rittersaal der Burg Hoheneck zu hören. Hier wurden schließlich die einzelnen Instrumentenregister zu einem Orchester vereinigt. Andrea Schockel hatte die Musikstücke auch unter pädagogischen Gesichtspunkten ausgewählt: Andreas Bolleininger dirigierte zuerst die sehr anspruchsvollen und abwechslungsreichen „Vier Elemente des Lebens“ von Alois Wimmer. Beim „Soul Bossa Nova“ unter Ingo Kürten blieb kaum ein Bein still, und Andrea Schockel ließ das Publikum das James-Bond-Thema erraten. Ihre Zugabe, eine Blasmusik-Version von „Smoke on the Water“ hätte Ritchie Blackmore und seinen Deep Purple sicherlich auch gefallen.

Beim Abschied war sich jedes Kind gewiss: „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei!“
(Auflösung des o.g. Rätsels: das „o“)

Bild 1 (von Dr. Georg Krieger): Abschlusskonzert im Rittersaal auf Burg Hoheneck

Bild 2 (von Ingo Kürten): Nach harten Proben ist Party angesagt.